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Rückblick 7. Kirchenmusiktagung: Aufhören und Anfangen – drei Tage voller Musik, Begegnung und neuer Impulse


21. August 2026

Rund 70 Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker aus ganz Sachsen kamen vom 19. bis 21. August 2026 zur 7. Kirchenmusiktagung in die Landesmusikakademie Sachsen im Schloss Colditz. Alle zwei Jahre bietet die Kirchenmusiktagung Raum für Begegnung, fachlichen Austausch, musikalische Praxis und den gemeinsamen Blick auf die Zukunft der Kirchenmusik.

Unter dem Leitgedanken „Aufhören und Anfangen – im Spannungsfeld kirchenmusikalischer Arbeit“ ging es in diesem Jahr um Veränderungen, Abschiede und Neuanfänge: Was hat sich bewährt und soll bleiben? Was dürfen wir loslassen? Und wo braucht es Mut und Kreativität, um neue Wege zu beschreiten? Gerade in Zeiten vielfältiger Veränderungsprozesse in unserer Kirche und in der Gesellschaft bot die Tagung einen wichtigen Raum, innezuhalten, Entwicklungen wahrzunehmen, Erfahrungen miteinander zu teilen und gemeinsam nach Perspektiven für die Zukunft der Kirchenmusik zu suchen. Dabei ging es nicht nur um die großen Veränderungen, sondern auch um die vielen kleinen Anfänge und Abschiede, die unseren kirchenmusikalischen Alltag prägen.

Den Auftakt bildete der Eröffnungsvortrag von Landesbischof Tobias Bilz mit theologischen Anregungen zum Thema. Ein Schwerpunkt lag auf der musikalischen Praxis. In verschiedenen Impulsen wurden Gesänge des neuen Evangelischen Gesangbuchs erprobt, neue Psalmlieder entdeckt sowie Literatur für Orgel, Tasteninstrumente und Posaunenchöre für Vor- und Nachspiele vorgestellt. Auch das Konfi-Liederbuch der EVLKS war Thema. Viel Raum gab es für Austausch und Diskussion. Auf dem Podium wurden Praxiserfahrungen mit Veränderungsprozessen in Chören und musikalischen Gruppen geteilt. In vier verschiedenen Workshops konnten die Teilnehmenden anschließend selbst aktiv werden: vom Dirigieren über das Thema Exnovation und kreative Intros und Outros im Bandworkshop bis hin zu neuen Formen der Zusammenarbeit, Kooperation und Fusion in Chören und Gruppen.

Auch die Entwicklungen in der sächsischen Kirchenmusik standen im Blick. Im Gespräch mit OLKR Burkart Pilz tauschten sich die Teilnehmenden über den Strukturprozess „Kirche im Wandel“ aus. Dabei ging es um die aktuellen Veränderungen in unserer Landeskirche, ihre Auswirkungen auf die kirchliche Arbeit und die Frage, welche Perspektiven sich daraus für die Kirchenmusik ergeben. Berichte aus den Werken und Einrichtungen informierten über aktuelle Projekte und Themen. Vorgestellt wurden außerdem die Angebote von „Chor & Zukunft“ des Chorverbands der Evangelischen Kirche in Deutschland von Domkantor Adrian Büttemeier (Berlin) und LKMD i.R. Dietrich Ehrenwerth (Erfurt). Informationen und Austausch zum neuen Evangelischen Gesangbuch bildeten einen weiteren wichtigen Teil der Tagung.

Und natürlich wurde bei einer Kirchenmusiktagung nicht nur geredet: Es wurde gemeinsam gesungen und musiziert. Geistliche Tageszeiten mit Morgen-, Mittags-, Abend- und Nachtgebeten gehörten ebenso zum Programm wie musikalische Fenster und besondere Abendveranstaltungen. Im Themenjahr „TACHELES – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen“ war die musikalische Lesung „Jerusalem“ mit Küf Kaufmann und dem Leipziger Trio Klangprojekt in der Colditzer Schlosskirche ein besonderer Akzent.

Zwischen den Programmpunkten blieb Zeit für Gespräche, Begegnungen und gemeinsames Weiterdenken. Gerade diese persönlichen Kontakte machen die Kirchenmusiktagung zu einem besonderen Ort: Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Regionen und Arbeitsfeldern kommen zusammen, tauschen Erfahrungen aus, geben einander Impulse und nehmen neue Ideen mit zurück in ihre Gemeinden.

Die Bilder dieser Tagung erzählen deshalb nicht nur von Vorträgen und Workshops, sondern vor allem von Gemeinschaft, Musik, konzentriertem Arbeiten, herzlichen Begegnungen und vielen Momenten dazwischen.

Danke an alle, die diese drei Tage mitgestaltet, vorbereitet, geleitet, musiziert, diskutiert und mit Leben gefüllt haben!